Fanseite Borussia Mönchengladbach

So stand es in RP-online:

Besuch in Gladbachs VIP-Lounge und im Stadionknast

Michael Schneider im Borussiapark

Der Gesang von mehr als 40 000 Fans fehlte, aber der Gang durch den Spielertunnel im Borussiapark war trotzdem ein besonderer Moment für Michael Schneider. "Darauf hatte ich mich am meisten gefreut. Wenn die Spieler da rausgehen, erleben sie ganz große Emotionen. So ein Gefühl ist mit Geld nicht zu bezahlen", mutmaßte der Solinger nach einer Stunde Bummel durch den Borussiapark. Als Fan der Mönchengladbacher Kicker war die Einladung der Rheinischen Post zur Stadionführung ein Pflichttermin für Schneider.

Der Mitarbeiter der Solinger Finanzberatung Surrey & Partner gehörte zu einer gut 40-köpfigen Gruppe von Teilnehmern des Projektes "News to use", bei dem Lehrlinge und deren Ausbilder ein Jahr lang mit der Rheinischen Post beliefert werden. Zudem bekommen sie regelmäßig Fragen zu Artikeln und aktuellen Themen gestellt. Die intensive Beschäftigung mit einer Tageszeitung hilft dabei, die Allgemeinbildung zu verbessern. Und Spaß soll bei diesem Leseförderprojekt auch nicht zu kurz kommen, darum stehen auch Veranstaltungen wie die Stadionführung auf dem Projekt-Fahrplan.

Mal bei Borussia hinter die Kulissen gucken, VIP-Lounge, Umkleidekabinen und Stadiongefängnis besuchen, mal kurz auf der Spielerbank am Rasenrand Platz nehmen - das fand sogar Schalke-Fan Fesih Güden interessant. Ein bisschen Stichelei gehört allerdings bei einem solchen Besuch auf fremden Platz dazu. "Hier ist alles ein bisschen kleiner als auf Schalke", befand der Azubi der Klever Tel-Inform Customer Services GmbH. Kollege Noah Miri, als Dortmund-Anhänger bei der falschen Borussia gelandet, zog ähnliche Lehren aus der Führung: "Das Stadion hat 96 Millionen Euro gekostet - das kostet bei Real Madrid ein einzelner Spieler."

Zum Schluss der Tour gab's dann noch ein Häppchen, das weder auf Schalke noch in Dortmund zu haben ist. Gianni Costa, Sportredakteur der Rheinischen Post, interviewte die Borussenspieler Amin Younes und Christoph Kramer - und entlockte den Jung-Kickern dabei auch ein paar Bemerkungen zum Privatleben eines Bundesliga-Profis. "Als ich 16 war, gingen meine Freunde in die Disko, ich konnte da nicht mitmachen. In diesem Sinn habe ich wenig von meiner Jugend gehabt", sagte Kramer, "für den Fußball muss man auch viel aufgeben."

Quelle: RP

Der Verein mit den Klubfarben Schwarz, Weiß und Grün hat 70.000 Mitglieder und zählt mit bundesweit 1.000 Fanklubs den beliebtesten Fußballklubs Deutschlands.

Die 70er – legendäre Jahre

Die 1970er-Jahre gingen als die erfolgreichsten in die Vereinsgeschichte ein. Die Borussia gewann fünf Mal die Meisterschaft, so oft wie keine andere Mannschaft in dieser Zeit. Zugleich entwickelte sich ein Duell mit dem FC Bayern München, mit dem Borussia gemeinsam 1965 in die Bundesliga aufgestiegen war. Nachdem der Verein in den Vorjahren zweimal den dritten Tabellenplatz belegte, stabilisierte Trainer Hennes Weisweiler in der Saison 1969/70 besonders die Abwehr. Abweichend vom "Fohlen"-Konzept kaufte Borussia zum ersten Mal erfahrene Abwehr-Spieler wie Luggi Müller und Klaus-Dieter Sieloff ein. Mit Ulrik le Fevre verpflichtete der Verein den ersten dänischen Spieler, dem später weitere wie Henning Jensen und Allan Simonsen folgten. In dieser Saison gelang der erste Bundesliga-Sieg über den FC Bayern. Nach einem 5:1-Sieg über Alemannia Aachen übernahm Borussia am 31. Oktober 1969 zum ersten Mal die Tabellenführung in der Bundesliga. Mit einem Heimsieg gegen den Hamburger SV stand am 30. April 1970, dem 33. Spieltag der Saison, Borussia vorzeitig als Meister fest.

Der Pfostenbruch vom Bökelberg

In der Geschichte der Bundesliga einmalig ist ein Zwischenfall im Heimspiel des 27. Spieltages gegen Werder Bremen, bekannt als der Pfostenbruch vom Bökelberg. Beim Spiel am 3. April 1971 knickte nach einer Strafraumszene in der 88. Spielminute, bei der Stürmer Herbert Laumen nach einer Kopfballaktion zusammen mit dem Bremer Torwart Günter Bernard ins Netz stürzte, der linke Torpfosten um. Nach erfolglosen Reparaturversuchen und da kein Ersatztor aufgestellt werden konnte, brach der Schiedsrichter das Spiel beim Stand von 1:1 ab.

Das Büchsenwurfspiel

Am 20. Oktober 1971 fand im Europapokal der Landesmeister das als Büchsenwurfspiel in die Fußballgeschichte eingegangene Spiel gegen Inter Mailand statt. Die Borussia gewann das Spiel im Bökelbergstadion mit 7:1, die UEFA annullierte das Spiel jedoch, da der italienische Stürmer Roberto Boninsegna von einer leeren Büchse getroffen wurde und sich ärztlich behandeln ließ. Trainerlegende Matt Busby beschrieb das Spiel der Fohlen:

"Gegen diese Mannschaft hätte heute niemand auf der Welt gewonnen. Das war Fußball in höchster Perfektion."

Nach einer 4:2-Auswärtsniederlage in Mailand und einem torlosen Unentschieden im Wiederholungsspiel im Berliner Olympiastadion schied die Borussia aus dem Pokal der Landesmeister aus.

DAS Pokalfinale – Netzers Donnerschlag

In der Saison 1972/73 gewann am 23. Juni 1973 Borussia zum zweiten Mal den DFB-Pokal. Die Borussia siegte im Rheinischen Derby gegen den 1. FC Köln durch ein Tor von Günter Netzer, der sich in diesem Spiel, ohne Rücksprache mit Trainer Weisweiler zu halten, nach der regulären Spielzeit selbst einwechselte.

Für Netzer war dieses das letzte Spiel für die Borussia, er verließ den Verein und wechselte zu Real Madrid. Abgesehen von der spielentscheidenden Szene in der 93. Minute durch das Tor von Netzer gab es zahlreiche weitere Highlights im 30. Pokalendspiel der Geschichte, das als eines der "besten, spielerisch hoch sehenswerten und spannendsten in der Geschichte dieses Wettbewerbs" (Kicker) in die Annalen einging und von dem man nur in höchsten Tönen schwärmen konnte

Otto "Torhagels" Niederlage

Die Mannschaft verpasste in der Saison 1977/78 den vierten Meistertitel hintereinander nur knapp. Punktgleich mit dem 1. FC Köln musste sich Mönchengladbach lediglich aufgrund der schlechteren Tordifferenz geschlagen geben. Die Borussia gewann am letzten Spieltag mit 12:0 gegen Borussia Dortmund, was bis heute den höchsten Sieg in der Geschichte der Fußball-Bundesliga darstellt. Den Trainer der Dortmunder Otto Rehagel kostete das den Job, und es brachte ihm den Beinamen "Torhagel" ein. Da die Domstädter ihrerseits das letzte Spiel beim FC St. Pauli mit 5:0 gewannen, rettete ihnen eine um drei Tore bessere Tordifferenz die Meisterschaft.

Quelle: Wikipedia

Die Legende lebt

Sicherlich wurde die Borussia besonders in diesem Jahrzehnt zu einer der beliebtesten Mannschaften in Deutschland. Nach allem folgenden Auf und Ab ist sie das bis heute geblieben.

Neben prominenten Fans wie Theo Zwanziger, Wolfgang Thierse, Sven Ottke, Kai Ebel, Mickie Krause, Matthias Opdenhövel, Peer Steinbrück, Michael Schneider und Hannelore Kraft gibt es in vielen Ländern Borussia Mönchengladbach Fan-Clubs bis nach Kalifornien, Südafrika und Neuseeland.

Ethem Özenrenler, bekannt unter seinem Spitznamen "Manolo", der seit 1977 fast 25 Jahre in der Nordkurve des Bökelbergstadions die Trommel schlug, ist noch heute einer der bekanntesten Fußballfans in Deutschland.

http://www.borussia.de
https://de-de.facebook.com/borussia.mg/

Impressum